Wenn Ernährungsumstellung und mehr Bewegung allein versagen und Tabletten den Zucker nicht mehr in den Griff bekommen, ist Insulin die natürlichste Therapie des Diabetes. Man gibt einfach von außen das hinzu, was dem Körper fehlt.

Hierzu stehen verschiedene Insuline zur Auswahl:

1. Normalinsulin = Altinsulin

Dies ist heutzutage gentechologisch hergestelltes, dem Menscheninsulin gleiches Insulin.

2. Basalinsulin = NPH-Insulin

Auch dies ist gentechnologisch hergestelltes Menscheninsulin, das mit Stoffen versetzt wurde, die die Freisetzung aus dem Gewebe verzögern; so erreicht man eine längere Wirkung von 8-12 Stunden.

3. Insulinanaloga

Hier wurde das menschliche Insulinmolekül in seiner Struktur leicht verändert. So läßt sich erreichen, dass die Medikamente so ähnlich funktionieren wie das körpereigene Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Kurzwirksame Insulinanaloga (z.b. Novorapid, Humalog) wirken schon kurz nach der Gabe und maximal für 2-3 Stunden, also so lange, wie auch der Körper Insulin ausschütten würde, um die Glukose aus den Mahlzeiten zu verarbeiten. Langwirksame Insulinanaloga (z.B. Levemir, Lantus) wirken deutlich länger als das mit chemischen Mitteln in seiner Wirkung verlängerte Humaninsulin. So lässt sich das Insulindefizit in der Nacht bei Typ 2 Diabetikern und das generell vorhandene Insulindefizit bei Typ 1 Diabetikern gut abdecken.

Es gibt verschiedene Behandlungskonzepte für die Insulinbehandlung.

Letzte Änderung am Mittwoch, 1. Juni 2011.