Zum Leben braucht unser Körper Energie
Die Energie gewinnt er aus den energiehaltigen Bestandteilen unserer Nahrung, d.h. aus Eiweiß, Fett und den Kohlenhydraten, die aus einzelnen Zuckerbausteinen bestehen.
Wenn die Nahrung verdaut ist, werden diese einzelnen Zuckerbausteine (zumeist Glukosemoleküle) ins Blut aufgenommen und zu den einzelnen Körperzellen transportiert, die die Zuckerteilchen in sich aufnehmen und zur Energiegewinnung verwenden.
Energie aus Zucker: nur mit Insulin
Um aus Zucker Energie zu gewinnen, braucht der Körper das Hormon Insulin. Dieses Hormon wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und in das Blut abgegeben. Es wirkt wie ein Schlüssel, der in ein passendes Schlüsselloch an der Zelle passt und dafür sorgt, dass die Zellentür für Zucker aufgeschlossen wird.
Ist nicht genügend Insulin vorhanden oder kann nicht richtig wirken, weil das Schlüsselloch deformiert ist, kommt der Zucker nicht mehr in die Zellen, sondern verbleibt im Blut und kann dort als erhöhter Blutzucker gemessen werden. Die Zellen kommen dann aber in Not, weil sie nicht mehr genug „Brennstoff“ haben.
Typ 2 - Diabetes: Insulinwirkung schlecht
Wenn der Blutzucker deshalb hoch ist, weil der Schlüssel Insulin nicht mehr vernünftig in das Schlüsselloch Körperzelle passt, nennt man das Diabetes mellitus Typ 2. Früher wurde diese Krankheit auch „Alterszucker“ genannt. Hiervon ist man abgekommen, weil heutzutage immer mehr junge Menschen und sogar Kinder, wenn sie stark übergewichtig sind, betroffen sind.
Typ 1 - Diabetes: Insulinmangel
Fehlt das Insulin ganz, nennt man die Krankheit Diabetes mellitus Typ 1. Meistens beginnt sie im Kindes- und Jugendalter, es gibt aber auch Menschen, bei denen sie erst im höheren Lebensalter anfängt.
